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Die du so gern in heil`gen Nächten feierst
Und sanft und weich den Gram verschleierst,
Der eine zarte Seele quält,
O Hoffnung! Lass, durch dich...
1805


Die du so gern in heil`gen Nächten feierst
Und sanft und weich den Gram verschleierst,
Der eine zarte Seele quält,
O Hoffnung! Lass, durch dich empor gehoben,
Den Dulder ahnen, dass dort oben
Ein Engel seine Tränen zählt!

Wenn, längst verhallt, geliebte Stimmen schweigen;
Wenn unter ausgestorb`nen Zweigen
Verödet die Erinn`rung sitzt:
Dann nahe dich, wo dein Verlass`ner trauert
Und, von der Mitterwacht umschauert,
Sich auf versunk`ne Urnen stützt.

Und blickt er auf, das Schicksal anzuklagen,
Wenn scheidend über seinen Tagen
Die letzten Strahlen untergehn:
Dann lass ihn um den Rand des Erdentraumes
Das Leuchten eines Wolkensaumes
Von einer nahen Sonne sehn!


 `An die Hoffnung` ( )    , op. 32 ()
1981.
: Osobnyak , 20.08.2017 01:32             
 
     

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