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`Lied aus der Ferne` ( )

 `Lied aus der Ferne` ( ), D 107 ()

(1797–1828)

`Lied aus der Ferne` ( ) D 107


1814


[Wenn] in des Abends letztem Scheine
Dir eine [lächelnde] Gestalt
Am Rasensitz im Eichenhaine
Mit Wink und Gruß vorüberwallt:
Das ist...
1814


[Wenn] in des Abends letztem Scheine
Dir eine [lächelnde] Gestalt
Am Rasensitz im Eichenhaine
Mit Wink und Gruß vorüberwallt:
Das ist des Freundes teurer Geist,
Der Freund` und Frieden dir verheißt.
Wenn in des Mondes Dämmerlichte
Sich deiner Liebe Traum verschönt,
Durch Cytisus und Weymuthsfichte
Melodisches Gesäusel tönt,
Und Ahndung dir den Busen hebt:
Das ist mein Geist, der dich umschwebt.
Fühlst du, beim seligen Verlieren
in des Vergangnen Zauberland,
Ein lindes, geistiges Berühren,
Wie Zephyrs Kuß an Lipp` und Hand,
Und wankt der Kerze flatternd Licht;
Das ist mein Geist, o zweifle nicht!
Hörst du, beim Silberglanz der Sterne,
Leis` im verschwiegnen Kämmerlein,
Gleich Aeolsharfen aus der Ferne,
Das Bundeswort: Auf ewig dein!
Dann schlummre sanft; es ist mein Geist,
Der Freund` und Frieden dir verheißt.


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- 26-28 1991 ., .
: Osobnyak , 05.04.2016 21:37            (0)  


: music-man , 09.06.2010 09:42            (0)  
 
 

 
 
     
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