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1826
(1804-1875)

Die Scheibe friert, der Wind ist rauh,
Der nächt`ge Himmel rein und blau.
Ich sitz` in meinem Kämmerlein
Und schau` ins reine...
1826
(1804-1875)

Die Scheibe friert, der Wind ist rauh,
Der nächt`ge Himmel rein und blau.
Ich sitz` in meinem Kämmerlein
Und schau` ins reine Blau hinein.
Mir fehlt etwas, das fühl` ich gut,
Mir fehlt mein Lieb, das treue Blut;
Und will ich in die Sterne seh`n,
Muß stets das Aug` mir übergeh`n.
Mein Lieb, wo weilst du nur so fern,
Mein schöner Stern, mein Augenstern?
Du weißt, dich lieb` und brauch` ich ja,
Die Träne tritt mir wieder nah.
Da quält` ich mich so manchen Tag,
Weil mir kein Lied gelingen mag,
Weil`s nimmer sich erzwingen läßt
Und frei hinsäuselt wie der West.
Wie mild mich`s wieder g`rad` durchglüht!
Sieh` nur, das ist ja schon ein Lied!
Wenn mich mein Los vom Liebchen warf,
Dann fühl` ich, daß ich singen darf.


 `Sehnsucht`: Die Scheibe friert (:  ), p.105 ( ),  4, D 879 ()
- 9-10 1991 ., .
: Osobnyak , 03.04.2016 10:32            (0)  
 
     
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