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`Die vier Weltalter` ( ), opus posth. 111 ( ), 3

 `Die vier Weltalter` (  ), opus posth. 111 ( ),  3, D 391 ()

(1797–1828)

`Die vier Weltalter` ( ), opus posth. 111 ( ), 3 D 391


1816


Wohl perlet im Glase der purpurne Wein,
Wohl glänzen die Augen der Gäste,
Es zeigt sich der Sänger, er tritt herein,
Zu dem Guten bringt er...
1816


Wohl perlet im Glase der purpurne Wein,
Wohl glänzen die Augen der Gäste,
Es zeigt sich der Sänger, er tritt herein,
Zu dem Guten bringt er das Beste;
Denn ohne die Leier im himmlischen Saal
Ist die Freude gemein auch beim Nektarmahl.
Erst regierte Saturnus schlicht und gerecht,
Da war es heute wie morgen,
Da lebten die Hirten, ein harmlos Geschlecht,
Und brauchten für gar nichts sorgen;
Sie liebten, und taten weiter nichts mehr,
Die Erde gab alles freiwillig her.
Drauf kam die Arbeit, der Kampf begann
Mit Ungeheuern und Drachen,
Die Helden fingen, die Herrscher an,
Und den Mächtigen suchten die Schwachen;
Und der Streit zog in des Skamanders Feld,
Doch die Schönheit war immer der Gott der Welt.
Aus dem Kampf ging endlich der Sieg hervor,
Und der Kraft entblühte die Milde,
Da sangen die Musen im himmlischen Chor,
Da erhuben sich Göttergebilde;
Das Alter der göttlichen Phantasie,
Es ist verschwunden, es kehret nie.


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- 11-13 1992 ., .
: Osobnyak , 06.04.2016 13:28            (0)  


: ichi , 10.06.2010 12:28            (0)  
 
 

 
 
     
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